Ein Grundstück wird über das Vergleichswertverfahren oder das Bodenrichtwertverfahren bewertet: Entweder dienen aktuelle Kaufpreise ähnlicher Grundstücke als Maßstab, oder der amtliche Bodenrichtwert des Gutachterausschusses. Individuelle Merkmale wie Zuschnitt, Hanglage und Bebaubarkeit verschieben den tatsächlichen Marktwert — eine ortskundige Einschätzung macht aus der Orientierungszahl einen belastbaren Preis.
Wie lässt sich der Grundstückswert ermitteln?
Für die Grundstücksbewertung haben sich zwei Verfahren bewährt: das Vergleichswertverfahren und das Bodenrichtwertverfahren. Welches passt, hängt von der Datenlage und der Lage des Grundstücks ab.
Vergleichswertverfahren: Ihr Grundstück wird mit kürzlich verkauften, ähnlichen Grundstücken in der Region verglichen — nach Größe, Lage und Nutzbarkeit. Das Verfahren ist präzise, sobald genug aktuelle Kaufpreise vorliegen, und eignet sich deshalb vor allem für Lagen mit hoher Marktdichte.
Bodenrichtwertverfahren: Fehlen Vergleichsdaten, liefert der Bodenrichtwert die Grundlage. Örtliche Gutachterausschüsse veröffentlichen ihn regelmäßig — er bildet den durchschnittlichen Quadratmeterpreis unbebauter Grundstücke in einem Gebiet ab und ist öffentlich einsehbar.
| Vergleichswertverfahren | Bodenrichtwertverfahren | |
|---|---|---|
| Grundlage | Echte Kaufpreise ähnlicher Grundstücke | Amtlicher Durchschnittswert des Gutachterausschusses |
| Eignet sich für | Lagen mit vielen Verkäufen und transparenter Preislage | Lagen mit wenigen Vergleichsdaten |
| Grenze | Braucht ausreichend aktuelle Vergleichsfälle | Durchschnittswert — individuelle Merkmale bleiben außen vor |
Wie überschlagen Sie den Grundstückswert selbst?
Für eine erste grobe Einschätzung reicht eine einfache Formel: Grundstücksfläche mal Bodenrichtwert ergibt den ungefähren Grundstückswert. Das Ergebnis ist ein Startpunkt — die individuellen Merkmale kommen danach.

Online-Sofortwert in 2 Minuten — kostenlos und unverbindlich.
Wann ist eine Grundstücksbewertung sinnvoll?
Eine fundierte Grundstücksbewertung schafft Klarheit, sobald eine Entscheidung mit echtem Geldwert ansteht. Sie sichert faire Lösungen ab und liefert die Grundlage für alle weiteren Schritte.
- Vor dem Verkauf — für einen marktgerechten Angebotspreis, der den Wert ausschöpft und Käufer anzieht
- Bei Scheidung — wenn das gemeinsame Vermögen fair aufgeteilt werden soll und alle Seiten eine neutrale Zahl brauchen
- Nach einer Erbschaft — als Basis für die Entscheidung: verkaufen, behalten oder neu nutzen
- Vor einem Bauvorhaben — um die Wirtschaftlichkeit des Projekts realistisch zu beurteilen
Wann lohnt sich die professionelle Bewertung?
Sobald aus der groben Einschätzung eine Entscheidung werden soll, lohnt sich der Blick vom Profi. Ein ortskundiger Makler kennt die aktuellen Marktpreise und bewertet die individuellen Merkmale Ihres Grundstücks realistisch.
Die Marktpreiseinschätzung von ONMAKLER ist kostenfrei und unverbindlich — Sie bekommen eine marktnahe Zahl und sparen sich die eigene Recherche. So treffen Sie Ihre Entscheidung auf einer belastbaren Grundlage, ob beim Grundstücksverkauf, bei der Erbauseinandersetzung oder in der Bauplanung.
- BORIS-BW — Bodenrichtwertinformationssystem Baden-Württemberg — Stand Juni 2026


