RATGEBER · TRENNUNG UND SCHEIDUNG

Haus verkaufen bei Scheidung. Wege, Kredit und Ablauf.

An einem gemeinsamen Haus hängen bei einer Trennung drei Fragen: Wem gehört es, wer schuldet den Kredit, wer will bleiben. Diese Seite trennt sie.

Haus verkaufen bei Scheidung — fair für beide Seiten
Kurz gesagt

Haus bei Scheidung: Eigentum, Kredit und Entscheidung getrennt klären.

Wem das Haus gehört, steht im Grundbuch, dem amtlichen Eigentümerregister. Wer den Kredit schuldet, steht im Darlehensvertrag. Beides kann auseinanderfallen. Gehört das Haus beiden, braucht ein Verkauf beide. Übernimmt einer das Haus, muss die Bank zustimmen, damit der andere aus dem Kredit kommt. Verkaufen können Sie schon vor der Scheidung, wenn beide mitwirken.

  1. Eigentum prüfen.Grundbuchauszug holen: Wer steht mit welchem Anteil drin?
  2. Kredit klären.Restschuld, Zinsbindung und Ablösebetrag bei der Bank erfragen.
  3. Wert ermitteln.Eine begründete Zahl für Verkauf oder Auszahlung.
  4. Weg wählen.Verkauf, Übernahme oder Vermietung mit Anwalt und Notariat abstimmen.
In diesem Ratgeber

Wem gehört das Haus bei einer Scheidung?

Maßgeblich ist das Grundbuch. Stehen beide drin, gehört jedem sein Anteil, oft je die Hälfte. Steht nur einer drin, ist er Alleineigentümer. Auch in der Zugewinngemeinschaft, dem üblichen Güterstand, wird das Vermögen der Ehegatten nicht gemeinsames Eigentum.

Ausgeglichen wird stattdessen der Zugewinn, also der Vermögenszuwachs während der Ehe. Wie Haus, Kredit und Erlös dort einfließen, berechnet die anwaltliche Beratung. Ein Ehevertrag kann etwas anderes regeln.

Auch als Alleineigentümer können Sie nicht immer allein verkaufen. In der Zugewinngemeinschaft braucht ein Geschäft über das Vermögen im Ganzen die Einwilligung des anderen Ehegatten. Ob das Haus darunter fällt, hängt vom übrigen Vermögen ab. Das prüft das Notariat.

Welche Möglichkeiten gibt es für das gemeinsame Haus?

Welcher Weg passt, hängt von Einkommen, Finanzierung und Kindern ab. Und davon, ob einer bleiben will und das allein tragen kann. Für jeden Weg brauchen Sie eine Zahl, die beide akzeptieren, siehe wie der Wert eines Hauses entsteht.

WegWas passiertWas zu klären ist
Gemeinsamer VerkaufDer Kredit wird aus dem Erlös abgelöst, der Rest verteiltAblösebetrag, mögliche Restschuld, Verteilung
Einer übernimmtEr erwirbt den Anteil des anderen und zahlt ihn ausNotarvertrag, Finanzierung, Entlassung aus dem Kredit
VermietenBeide bleiben Eigentümer und teilen Einnahmen und KostenVerwaltung, Abstimmung, Steuer bei späterem Verkauf
TeilungsversteigerungDas Amtsgericht versteigert. Über den Erlös müssen sich beide danach noch einigenKosten, Dauer und Ergebnis offen

Seltener ist die Aufteilung in zwei Wohnungen. Ob das baulich und rechtlich geht, hängt vom einzelnen Haus ab.

Was passiert mit dem Hauskredit bei einer Scheidung?

Haben beide den Darlehensvertrag unterschrieben, haften beide für die ganze Schuld. Die Scheidung ändert daran nichts. Auch wer auszieht, bleibt Schuldner, bis die Bank etwas anderes zustimmt.

Übernimmt einer allein die Schuld, muss die Bank zustimmen. Sie prüft, ob ein Einkommen den Kredit trägt. Lehnt sie ab, haften weiter beide.

Beim Verkauf wird der Kredit aus dem Erlös abgelöst. Bei fester Zinsbindung kann die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Reicht der Erlös nicht, bleibt eine Restschuld. Fragen Sie den Ablösebetrag vor dem Verkaufsstart ab.

Muss im Trennungsjahr zahlen, wer im Haus bleibt?

Wohnt einer nach der Trennung allein im Haus, kann der andere eine Vergütung für die Nutzung verlangen, soweit das im Einzelfall angemessen ist. So steht es im Gesetz. Der Ausgezogene darf diese Nutzung nicht erschweren.

Eine feste Summe nennt das Gesetz nicht. Ob und wie viel gezahlt wird, hängt vom Einzelfall ab, etwa davon, wer den Kredit weiter bedient. Rechnen Sie das mit Ihrer anwaltlichen Beratung durch, bevor einer auszieht.

Kann man das Haus im Trennungsjahr verkaufen?

Ja. Der Verkauf hängt nicht am Scheidungsverfahren. Er braucht die Mitwirkung beider Eigentümer oder eine wirksame Vollmacht und einen Vertrag beim Notar. Was mit dem Erlös geschieht, kann eine Scheidungsfolgenvereinbarung regeln.

Steuerlich zählt der Auszug. Wer auszieht, nutzt das Haus nicht mehr selbst, auch wenn Ex-Partner und gemeinsames Kind dort wohnen bleiben. So hat es der Bundesfinanzhof entschieden. Liegt der Kauf weniger als zehn Jahre zurück, kann der Gewinn auf seinen Anteil dann steuerpflichtig werden.

Steuerfrei bleibt er, wenn er das Haus seit dem Kauf ausschließlich selbst bewohnt hat oder im Verkaufsjahr und den beiden Jahren davor. Klären Sie den Zeitpunkt mit der Steuerberatung, bevor einer auszieht oder seinen Anteil überträgt. Die Regeln im Detail: Eigennutzung und Spekulationsfrist prüfen.

Was passiert, wenn einer den Hausverkauf blockiert?

Gehört das Haus beiden, kann grundsätzlich jeder verlangen, die Gemeinschaft aufzulösen. Bei Häusern geschieht das per Teilungsversteigerung beim Amtsgericht.

Über die Aufteilung des nach Kosten und berechtigten Ansprüchen verbleibenden Erlöses müssen Sie sich einigen. Fehlt eine Einigung, wird der Restbetrag für die bisherigen Eigentümer gemeinsam hinterlegt; der Streit ums Geld bleibt offen.

Das Verfahren kann eingestellt werden. Auf Antrag eines Miteigentümers für bis zu sechs Monate, einmal wiederholbar. Zum Schutz eines gemeinsamen Kindes auch mehrfach, insgesamt höchstens fünf Jahre.

Gerichts- und Gutachterkosten fallen an, Dauer und Höchstgebot sind offen. Je nach Güterstand kann zusätzlich zählen, ob der andere Ehegatte zustimmen muss. Ob ein Antrag sinnvoll ist, klären Sie anwaltlich.

Wie läuft ein Hausverkauf bei Trennung fair ab?

Nach einer Trennung können Zeitplan, Finanzierung und Wertvorstellungen auseinandergehen. Ein neutraler Ablauf hilft: Beide bekommen dieselben Informationen, und jede Entscheidung liegt bei beiden.

  1. Ausgangslage aufnehmen.Wir sprechen mit beiden Eigentümern, auf Wunsch auch getrennt. Beide bekommen dieselben Unterlagen, alles schriftlich.
  2. Wert begründen.Eine Spanne mit Vergleichsdaten, die beide nachvollziehen können.
  3. Diskret vermarkten.Kein Verkaufsschild, keine Adresse im Inserat. Auf Wunsch zuerst nur unsere Suchkunden, online erst danach und nur in Absprache.
  4. Gemeinsam entscheiden.Angebote und Entscheidungen besprechen wir mit Ihnen beiden, per E-Mail oder Telefon. Den Notartermin gibt es nur, wenn beide zustimmen.
  5. Bei Widerspruch vermitteln.Wir suchen ein Ergebnis, das Sie beide tragen: im gemeinsamen Gespräch, einzeln oder über die Anwälte von Ihnen beiden.
Gartenseite mit großer Holzterrasse und Photovoltaik auf dem Dach
Aus der PraxisDiskret: erst Suchkunden, dann PortaleVillingen-Schwenningen, ObereschachBei diesem Haus von 1973 kamen zuerst unsere Suchkunden dran. Die erste Besichtigung lief zehn Tage nach dem Maklervertrag, auf den Portalen stand es erst ab Mitte Januar. Nach dem Besichtigungstag hatten mehrere Interessenten ihre Finanzierung nachgewiesen.Zur Referenz

Den Verkauf begleiten wir vor Ort, als Immobilienmakler in Trossingen und als Immobilienmakler in Villingen-Schwenningen.

Belegt durchBundesfinanzhof · Gesetzestexte · Amtsgericht Karlsruhe Text: Gerhard Baliet · Stand Oktober 2026

Diese Texte beruhen auf den hier genannten Quellen. Eine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall ersetzen sie nicht.

Ein Verkauf, den beide mittragen.

Käufer und Verkäufer zahlen jeweils 3,57 % inkl. MwSt. des notariellen Kaufpreises, nur im Erfolgsfall.

Das ONMAKLER-Team aus Trossingen

5,0 bei Google · 73 Bewertungen · Stand Oktober 2026 · 80+ Verkäufe seit 2023

Häufige Fragen zum Hausverkauf bei Scheidung

Was Paare in der Trennung wissen wollen.

Wer bekommt das Geld aus dem Hausverkauf?
Nach Ablösung der Kredite und Abzug der Kosten wird der Rest nach den Eigentumsanteilen oder einer Vereinbarung verteilt. Bei hälftigem Eigentum meist zur Hälfte. Der Zugewinnausgleich wird davon getrennt gerechnet.
Wer darf während der Trennung im Haus wohnen?
Zunächst beide. Ein Ehegatte kann verlangen, dass ihm die Wohnung ganz oder teilweise allein überlassen wird, wenn er sonst unzumutbar belastet wäre. Das Wohl der Kinder zählt mit, im Streit entscheidet das Familiengericht.
Brauchen wir für den Hausverkauf einen Anwalt?
Den Kaufvertrag beurkundet das Notariat, unparteiisch für beide Seiten. Für Zugewinn, Unterhalt und die Verteilung des Erlöses ist anwaltliche Beratung sinnvoll. Wir kümmern uns um den Verkauf, nicht um die Rechtsfragen der Scheidung.
Was kostet der Verkauf mit ONMAKLER?
Käufer und Verkäufer zahlen jeweils 3,57 % inkl. MwSt. des notariellen Kaufpreises, nur im Erfolgsfall. Die Marktpreiseinschätzung vorab ist kostenlos.

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Auf Wunsch getrennte Gespräche, kostenlos und ohne Verkaufsverpflichtung.